Machen Sie mit bei Save Me!
Bündnis AKTIV FÜR MENSCHENRECHTE
Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Str. 6, 90429 Nürnberg
Ulrike Voß, Tel.: 0911 / 3 78 01 90; Fax: 33 65 13 und Kristina Hadeler, Tel./Fax: 0911 / 54 13 59
E-Mail: voss-ulrike@web.de oder k-r-hadeler@t-online.de
Nürnberg, 11. Februar 2010
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Sommer 2008 ist – ausgehend vom Bayerischen Flüchtlingsrat – die Idee einer Save Me-Kampagne in
München entstanden. Sie hat binnen kurzer Zeit viel positive Resonanz erhalten. Deshalb hat PRO ASYL,
bundesweit tätige Menschenrechtsorganisation für Flüchtlinge, gemeinsam mit dem Bayerischen Flüchtlingsrat
beschlossen, die Aktion auf Bundesebene zu verbreitern.
Das Städtedreieck sagt ja!
Kriege, politische Krisen oder andere existenzielle Nöte zwingen jedes Jahr viele tausend Menschen zur
Flucht. Einen sicheren Staat, der eine neue Lebensperspektive bietet, können die wenigsten Flüchtlinge erreichen.
Viele wollen langfristig zurück ins Herkunftsland, doch eine Rückkehr ist oft auf unabsehbare Zeit unmöglich.
Ohne eine Perspektive auf ein menschenwürdiges Leben sitzen viele Flüchtlinge jahrelang in provisorischen
Lagern bzw. auf Zeltplätzen fest.
Was wäre, wenn wir Menschen aus den Lagern heraus nach Deutschland holen würden? Wenn wir tatkräftig
zeigen würden, dass uns das Schicksal der Flüchtlinge dieser Welt nicht gleichgültig ist?
Schon bisher nehmen Staaten Flüchtlinge aus akuten Krisensituationen auf und gewähren ihnen sicheren Aufenthalt.
Deutschland hat zuletzt vietnamesische Boatpeople und Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Bosnienkrieg
aufgenommen. Dieses „Resettlement“ genannte Verfahren kann sicher nicht die Lösung für die weltweite
Flüchtlingsproblematik sein, aber es ist vielleicht für einige die Rettung. Lange, gefährliche und teure Fluchtwege
könnten vermieden werden. Resettlement ist sicher kein Ersatz für Asyl: nach wie vor müssen Flüchtlinge
das Recht haben, an europäischen Grenzen Schutz und Asyl zu fordern. Aber ein erweitertes, von der jeweiligen
Bevölkerung des Aufnahmestaates unterstütztes Resettlement könnte ein deutliches Signal setzen
gegen Ausgrenzung, Anfeindung und Abschottung von Flüchtlingen.
Es existiert bereits ein funktionierendes und immer weiter wachsendes Save Me-Netzwerk von bislang über 45
lokalen Save Me-Kampagnen, die vor Ort weitgehend eigenständig für das gemeinsame Ziel eintreten - die
Koordination der Kampagne auf Bundesebene wie vor Ort leistet PRO ASYL.
Mitgetragen und unterstützt wird die Save Me-Kampagne auf Bundesebene von über 50 bundesweiten und
überregionalen namhaften Organisationen. Auf lokaler Ebene erhält die Kampagne Unterstützung von Vereinen,
Organisationen, Parteien und vielen, vielen Privatpersonen. Alles zusammen – die lokalen Initiativen, ihr
Netzwerk und die bundesweite Verankerung – machen die Vielfalt und Stärke von Save Me aus.
Unterstützende Organisationen sind u. a.:
Amnesty International Deutschland
Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt
Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband
Deutscher Anwaltverein – Arbeitsgemeinschaft Ausländer- und Asylrecht
Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Deutschland
Gewerkschaft Nahrung – Genuss – Gaststätten (NGG)
IPPNW – Internationale Ärzte für die Verhinderung des Atomkrieges
Jesuitenflüchtlingsdienst Deutschland
NRV Neue Richtervereinigung
RAV – Republikanischer Anwälte- und Anwältinnenverein
ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
BDKJ Berlin
Pax Christi Basisgruppe Lahnstein
Attac München
DIE LINKE. Bayern
Fraktionsgemeinschaft DIE GRÜNEN – Rosa Liste im Münchener Stadtrat
Grüne Jugend München
Freidenkerverband München
Humanistische Union Bayern
Katholische Stiftungsfachhochschule München
Münchner Aidshilfe
Pro Familia Landesverband Bayern
Refugio
Youventus International
Im Städtedreieck Nürnberg – Fürth – Erlangen u. a.:
Gostenhof-Theater Nürnberg (im Rahmen eines Stückes zum 30-jährigen Jubiläum des Theaters wurde
Werbung für Patinnen und Paten sowie Unterstützerinnen und Unterstützer gemacht)
Runder Tisch Menschenrechte Nürnberg
Stadtmission Nürnberg
Lorenzer Laden Nürnberg
Evangelische Gemeinde Nürnberg – Mögeldorf (durch einstimmigen Beschluss des Gemeinderates)
„Grüne Liste“ Erlangen
ERLI – Erlanger Linke
SPD-Stadtratsfraktion Erlangen
Erlanger Mieterinnen- und Mieterverein
Katholische Pfarrei Herz-Jesu Erlangen
Nürnberger Menschenrechtszentrum
u. v. a.m.
Ziel der Save Me-Kampagne ist es, die Gesellschaft und Politik für die Forderung nach einer kontinuierlichen
Flüchtlingsaufnahme (Resettlement) zu gewinnen, d. h. zu erreichen, dass Deutschland jährlich ein bestimmtes
Kontingent von Flüchtlingen aus unhaltbaren Situationen rettet und dauerhaft integriert.
Etappenziele auf diesem Weg stellen die Stadt- und Landratsbeschlüsse dar. Sind viele Kommunen entschlossen,
werden sich auch skeptische Bundes- und Landespolitiker überzeugen lassen. Mit einer bundesweiten
Save Me-Kampagne können schließlich auch die Innenminister für dieses Anliegen gewonnen werden.
Bis Ende Oktober 2009 konnte erreicht werden, dass sich 16 deutsche Kommunen und ein Bundesland per
Ratsbeschluss zur Idee von Save Me bekennen und eine Flüchtlingsaufnahme befürworten.
Besonders die Patinnen / Paten oder Botschafter/innen von Save Me sind Menschen, die sich zum Teil auch
konkret zur Unterstützung ankommender Flüchtlinge bereit erklären. Bei der Aufnahme von irakischen Flüchtlingen
2009 stellten viele von ihnen bereits ihre Bereitschaft zum Engagement tatkräftig unter Beweis. Bundesweit
bekennen sich bislang über 5.000 Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Namen und ihrem Foto als Unterstützer/
innen von Save Me – und es werden täglich mehr ...
Machen auch Sie mit und tragen Sie sich als Save Me-Unterstützer/in bzw. Pate / Patin ein!
Ganz besonders freuen würden wir uns über Ihre aktive Mitarbeit.
Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Voß Kristina Hadeler Pfarrer Kuno Hauck
Freie Flüchtlingssstadt Nbg. Bündnis Aktiv für Ausländerbeauftragter des
Menschenrechte Nbg. Evang.-Luth. Dekanats Nürnberg

