Das Städtedreieck sagt ja!
Kriege, politische Krisen oder andere existenzielle Nöte zwingen jedes Jahr viele tausend Menschen zur Flucht. Einen sicheren Staat, der eine neue Lebensperspektive bietet, können die wenigsten Flüchtlinge erreichen. Viele wollen langfristig zurück ins Herkunftsland, doch eine Rückkehr ist oft auf unabsehbare Zeit unmöglich. Ohne eine Perspektive auf ein menschenwürdiges Leben sitzen viele Flüchtlinge jahrelang in eigentlich provisorischen Lagern fest.
Was wäre eigentlich, wenn wir diesem Flüchtlingselend nicht
mehr tatenlos zuschauen würden? Wenn wir Menschen aus den Lagern heraus nach
Deutschland holen würden? Wenn wir tatkräftig zeigen würden, dass uns das
Schicksal der Flüchtlinge dieser Welt nicht gleichgültig ist?
Die Idee ist nicht neu. Immer wieder nehmen Staaten Flüchtlinge aus akuten
Krisensituationen auf und gewähren ihnen sicheren Aufenthalt. Deutschland hat
zuletzt vietnamesische Boatpeople und Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem
Bosnienkrieg aufgenommen. Dieses Resettlement genannte Verfahren kann
sicher nicht die Lösung für die weltweite Flüchtlingsproblematik sein, aber es
ist vielleicht für einige die Rettung. Lange, gefährliche und teure Fluchtwege
könnten vermieden werden. Resettlement ist sicher kein Ersatz für
Asyl: nach wie vor müssen Flüchtlinge das Recht haben, an europäischen Grenzen
Schutz und Asyl zu fordern. Aber Resettlement könnte ein deutliches
Signal setzen! Gegen Ausgrenzung, Anfeindung und Abschottung von Flüchtlingen.


